Fakten & Ziele

Visualisierungen zu den geplanten Standorten Wettersberg und Hummelsberg

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Visualisierungen zu den geplanten Standorten Wettersberg und Hummelsberg Visualisierungen zu den geplanten Standorten Wettersberg und Hummelsberg Visualisierungen zu den geplanten Standorten Wettersberg und Hummelsberg

Die Simulationen sind maßstabsgetreu mit 200 Meter bzw. 230 Meter hohen Windkraftanlagen erstellt worden, was dem heutigen Stand der Technik entspricht. Bis 2020 ist mit 300 Meter hohen Windenergieanlagen zu rechnen (zum Vergleich: Das Straßburger Münster ist 142 Meter hoch).

Die Visualisierungen wurden von dem Überlinger Landschaftsarchitekten und renommierten Sachverständigen Ulrich Bielefeld maßstabsgetreu angefertigt. Herr Bielefeld beschäftigt sich seit 25 Jahren mit dem Thema Windkraft. Er ist im Ruhestand und derzeit hauptsächlich ehrenamtlich tätig, um Bürgerinitiativen bei Fragen des Landschaftsschutzes zu beraten. Seit seinem Studium des neu geschaffenen Fachs „Landschaftsplanung“ an der TU Berlin in den 70er Jahren bei Prof. Dr. Kiemstedt, der erstmalig Landschaftsbewertungsverfahren entwickelt hat, beschäftigte ihn dieses Thema schwerpunktmäßig sein ganzes Berufsleben lang, insbesondere bei Pilotplanungen des Landes Rheinland-Pfalz und des Bundesumweltministeriums / Bundesamtes für Naturschutz.

Hinweise zu seiner Methodik bei den Bildmontagen finden Sie in dem Dokument "Visualisierung-Methodik", Anmerkungen zu der eingesetzten Anzahl der Windkraftanlagen in dem Dokument "Anmerkung Anlagenanzahl".

Info zu den Brennweiten:
  • eine 50mm-Brennweite entspricht dem normalen menschlichen Blickwinkel.
  • kürzere Brennweiten (z.B. 29mm) sind Weitwinkel-Panoramen, in denen die WKA kleiner wirken, aber die Gesamtlandschaft erkennbar wird.
  • Brennweiten ab 60mm aufwärts sind Teleansichten (100mm wäre ein 2fach-Tele).
  • Wahrnehmungsortientiert sind Teleaufnahmen bis 200mm, also 4fach vergrößert.
  • Je weiter die WKA entfernt sind, desto stärker sollte der Teleeffekt eingesetzt sein, um den Eindruck wiederzugeben, den man bei der Betrachtung im Gelände hat. Das entspricht dem "Mondtäuschungseffekt".
  • Die WKAs in den Bildern entsprechen einer Höhe von 200m (bis auf Bild Nr. 14 Blickpunkt Wettersberg vom Alten Schloss (Hohenbaden): Hier werden 230m hohe Anlagen gezeigt.)

Für eventuelle weitere Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

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Warum müssen die kommunalen Parlamente handeln?

Die Energiewende war und ist richtig. Auch war und ist es richtig, in der Region gemeinschaftlich an Lösungen für die Erneuerbare Energiegewinnung zu arbeiten. Insofern war die Entscheidung im Jahr 2012 richtig, gemeinsam einen Lösungsweg beim Thema Windenergienutzung einzuschlagen. Dies darf jedoch nicht nach dem Motto "Augen zu und durch" erfolgen! Die Menschen der Region verdienen den Schutz durch ihre gewählten Volksvertreter. Denn seit dem Planungsbeginn 2012 haben sich grundlegende neue Erkenntnisse ergeben, die eine völlig neue Faktenlage bedeuten und nunmehr zur sofortigen Ablehnung der Vorranggebiete 510 und 512 führen müssen.

Welche Fakten waren 2012 noch nicht bekannt?

1. Höhe der Anlagen weiter title=

Anlagen sind heute mit 239 m (Bauanträge mit dieser Höhe sind in Baden-Württemberg gestellt) doppelt so hoch wie in der Planungsgrundlage für die Flächen auf dem Hummels- und Wettersberg (die Planungen basieren auf Anlagen mit einer Höhe von 120 m). Bis 2020 werden Anlagenhöhen von bis zu 300 m erwartet. Daraus folgend ergeben sich ganz andere Sichtachsenbezüge.

Daher: Windkraftanlagen im Wald zerstören die letzten vorhandenen unberührten Landschaftsbilder

2. Tatsächlicher Lärm der Anlagen: TA-Lärm schützt die Menschen nicht weiter title=

Die Angaben zu den Schallimmissionen der Windkraftanlagen durch die Hersteller stimmen nicht (siehe Heft 33, VDI-Nachrichten vom August 2016).

Bis in über 3 km Entfernung von Windkraftanlagen treten massive Lärmprobleme für die Anwohner auf (Beispiele: Windpark Südliche Ortenau, Windpark Lauterstein 2016). Die bisherigen Schallberechnungsmodelle greifen in der Vorgebirgszone nicht. Die den Planungen zugrunde liegende TA-Lärm ist unzureichend und schützt die Bürger nicht. Dass das selbst die Windkraftindustrie erkannt hat, beweist deren Teilnahme an der sogenannten TREMAC-Studie, an der neben der Industrie acht deutsche Universitäten mitarbeiten. Ein Ziel der Studie ist es, neue Schallberechnungsmodelle für die Vorgebirgszone zu erstellen. Das Ergebnis liegt im Januar 2019 vor.

Daher:Windkraftanlagen in der Vorgebirgszone sind lauter als prognostiziert und gefährden die Gesundheit der Anwohner sowie die letzten naturnahen Erholungsgebiete für Menschen und Tiere

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3. Max Grundig Klinik wird in ihrer Existenz gefährdet weiter title=

Der gesamte Klinik- und Tourismusstandort Bühlerhöhe und Plättig stünde vor dem Aus - ein zweites Hundseck an der Schwarzwaldhochstraße wäre die Folge.

Der Klinikstandort wäre aufgrund der negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen (Lärm, Infraschall und Sichtbezüge) nicht überlebensfähig. Die Verantwortlichen der Max Grundig Klinik gehen von einer Schließung aus, sollten Anlagen auf dem Wettersberg gebaut werden. Der Verlust von 150 Arbeitsplätzen wäre die unmittelbare Folge, zahlreiche funktionierende Kooperationen mit Lieferanten und Partnern müssten beendet werden. Auch die Wiederbelebung des Schlosshotels mit direktem Ausblick auf den Wettersberg wäre nicht mehr möglich.

Daher: Windkraftanlagen im Wald zerstören Arbeitsplätze in der Klinik-, Kur- und Tourismusbranche und ruinieren letzte Ruhezonen zur Gesundung von Menschen

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4. Nationalpark direkt neben einem Windpark versteht kein Bürger weiter title=

Baden-Baden hat dem Land über 400 Hektar Wald kostenlos für den Nationalpark überlassen. Man kann doch nicht direkt angrenzend Großindustrieanlagen hinstellen, die Lärmimmissionen von 105 Dezibel in der Spitze verursachen (eine Motorsäge im Vollbetrieb erzeugt ca. 102 Dezibel). Für fünf Windkraftanlagen auf dem Wettersberg müssten zig tausend Bäume gefällt werden. Dies wäre auch ein endgültiger Verlust von wertvollen CO²-Speichern sowie der Verlust von Lebensraum für Tiere, die Bäume und eine intakte Natur zum Leben benötigen.

Daher: Windkraftanlagen im Wald sind klimaschädlich, zerstören den Lebensraum von Tieren und widersprechen der Grundidee des Nationalparkgedankens

5. Die Weltkulturerbebewerbung Baden-Badens ist mit Windkraftanlagen in der Gebietskulisse aussichtslos weiter title=

Die Stadt Baden-Baden bewirbt sich um den Status UNESCO-Weltkulturerbe. Ein von der Stadt Wiesbaden im Jahr 2014 in Auftrag gegebenes Gutachten besagt, dass Windkraftanlagen eine Weltkulturerbebewerbung, vergleichbar mit der in Baden-Baden, verhindern würden. Wesentliches Bewerbungskriterium der Baden-Badener Bewerbung ist die erhaltene historische Naturkulisse aus dem 19. Jahrhundert.

Der Ansehensverlust in ganz Europa wäre für Baden-Württemberg und Deutschland immens. Es handelt sich um eine sogenannte serielle Bewerbung von elf Städten aus sieben europäischen Ländern. Sollte Baden-Baden eine Ablehnung der UNESCO erfahren, würde auch die Bewerbung aller anderen Städte scheitern sowie die jahrelange, kostenintensive Vorbereitung ad absurdum führen.

Daher: Windkraftanlagen im Wald zerstören das Erbe unserer Vorfahren und die Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe

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6. PFC-Problem muss uns jedwede Wasserquelle besonders schützenswert machen weiter title=

Das Grundwasser in der Rheinebene ist großflächig mit PFC belastet. Die Windkraftstandorte liegen allesamt in oder oberhalb von Wasserschutzgebieten. Hunderte Liter Öl befinden sich selbst in getriebelosen Windkraftanlagen. Zum Schutz der Wasserversorgung müssen wir gerade unter dem Aspekt der PFC-Belastung unserer Böden in der Rheinebene die Quellgebiete in der Vorgebirgszone besonders schützen.

Daher: Windkraftanlagen im Wald zerstören die letzten unberührten Wasserquellgebiete

7. Tierarten werden verschwinden weiter title=

Wissenschaftlich ist unbestritten, dass bereits der Verlust von jährlich wenigen Prozent einer Tierart langfristig zum Aussterben der Art führen kann. Am Beispiel Rotmilan erläutert: Durch den flächenmäßigen Ausbau von Windkraftanlagen wird der Rotmilan, von dessen weltweitem Bestand die Hälfte in Deutschland vorkommt, mittelfristig aussterben, wenn nur ca. 4 % des Bestandes im Jahr den Windkraftanlagen zum Opfer fällt. In Brandenburg wurde in einer Studie bereits im Jahr 2014 ein jährlicher Verlust von 3,1 % des Bestandes durch Windkraftanlagen festgestellt und somit annähernd die kritische Schwelle überschritten. Die Tötung von z.B. nur einem erwachsenen Tier während der Brutzeit und Aufzucht führt nicht zur zum Verlust der Beziehung des Brutpaares sondern des gesamten Nachwuchses dieses Jahres und der Folgejahre.

Daher: Windkraftanlagen führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Aussterben von Tierarten

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8. Infraschall - ein vernachlässigtes Problem? weiter title=

Infraschall sind tieffrequente, nicht hörbare Schallwellen (bei großen Windkraftanlagen im Bereich von 0,5-10 Hz), die durch die Luft und durch das Erdreich über Kilometer transportiert werden. Für diesen Infraschall gibt es bis heute keine rechtlich verbindlichen Grenzwerte, obwohl das Bundesumweltamt dies fordert. Wegen dieser fehlenden Grenzwerte wird Infraschall im Genehmigungsverfahren für WKA nicht berücksichtigt und kann somit auch nicht eingeklagt werden.

Infraschall regt unsere inneren Organe zu Schwingungen an und verursacht Schlafstörungen, Migräne, Tinnitus, Druckgefühle im Kopf, Herzrasen, Angstzustände und vieles mehr.

Die Krankenkassen haben seit 2015 einen eigenen Diagnoseschlüssel für Schwindel durch Infraschall. Forscher der Charité Berlin u.a. haben Einwirkungen von Infraschall auf die Hirnaktivität (durch MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie)) bildhaft dargestellt.

Daher: Windkraftanlagen führen zu chronischen Erkrankungen, wenn notwendige Abstände zur Wohnbebauung nicht eingehalten werden

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9. Nur mit mehr Photovoltaikanlagen macht die Energiewende Sinn weiter title=

Das Fraunhofer Institut Freiburg fordert in einer Studie vom November 2016 dringend den Ausbau von Photovoltaik. Nur so könne, wenn überhaupt, die Energiewende gelingen. Im Februar 2017 wurde von der Landesregierung die Möglichkeit geschaffen, Photovoltaikanlagen auch auf unbrauchbaren Ackerflächen zu bauen.

Den Antrag der CDU Fraktion Baden-Baden finden Sie hier.

Daher:Windkraftanlagen im Wald braucht es nicht um die Energiewende zu schaffen

Fazit:

Die Landesregierung, der Regionalverband und die kommunalen Parlamente müssen die neuen Fakten der vergangenen fünf Jahre zum Wohle der Menschen, des Tourismus, der Kliniken und der Wirtschaft ernst nehmen.

Windkraftanlagen in den Vorranggebieten 510 und 512 schaden Mensch, Natur und Wirtschaft und stehen in keiner Relation zum Nutzen.

Der gemeinsame Weg war und ist richtig. Es müssen jedoch bessere Standorte oder andere Strategien im wasser- und sonnenreichen, aber bundesweit windschwächsten Bundesland gefunden werden.

Die kommunalen Parlamente haben es durch ihre Entscheidungshoheit selbst in der Hand zum Wohle der Region und der Bürger Entscheidungen zu treffen!!!

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Lieber Besucher,

das Thema Energiewende beschäftigt die Menschen in Deutschland sehr. Seit dem Unfall in Fukushima steht die große Mehrheit der Deutschen für den Ausstieg aus der Kernenergie. Auch bei den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative ist dies die vorherrschende Meinung. Gleichwohl setzen wir uns für eine Energiewende mit Verstand und zum Wohle für Mensch und Natur ein.

Auf unserer Webseite finden Sie Links und Artikel, die sich kritisch mit dem zu wohnortnahen Ausbau der Windenergie auseinandersetzen. Wir kamen bei der Abwägung des Für und Wider zum Ergebnis, dass der Windkraft am Wettersberg in Geroldsau, ebenso wie am anderen angedachten Standort Baden-Badens, oberhalb von Schmalbach am Hummelsberg, kein Raum eingeräumt werden sollte. Beide Standorte liegen viel zu nah an der Wohnbebauung, wodurch untragbare Lärmbelästigungen und gesundheitliche Gefahren für hunderte, wenn nicht sogar tausende Bürger entstehen. Die Standorte - in intakten, dicht bewaldeten Landschaftsschutzgebieten - bergen außerdem zu große Gefahren für die Natur, die Tierwelt und unsere Trinkwasserquellen.

Im Bereich um Baden-Baden besteht eine der letzten unberührten Waldlandschaften Deutschlands, die maßgeblich mitverantwortlich für den touristischen Erfolg unserer Region ist. Die Verantwortlichen der Stadt haben zur Bewahrung dieser Einmaligkeit Waldflächen - ohne Gegenleistung - in den neuen Nationalpark Nordschwarzwald gegeben. Nunmehr sollen unmittelbar angrenzend an diesen Nationalpark auf einer Fläche von 200 Hektar über 200 Meter hohe Windenergieanlagen, Stromtrassen und breite Zufahrtsstraßen entstehen. Wir stehen für den Erhalt unserer einmaligen unberührten Naturlandschaft um Baden-Baden und lehnen die Windenergieanlagen ab.

Eine vernünftige Planung sollte berücksichtigen, dass Baden-Württemberg das windschwächste aller Bundesländer ist. Im Nordschwarzwald haben wir stattdessen Wasser und Gefälle, der angrenzende Oberrheingraben zählt zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Anstatt des Windparks empfehlen wir daher die Nutzung von Photovoltaik, z.B. auf den mit PFC belasteten Flächen (über 400 Hektar), sowie die Nutzung der Wasserkraft und den Bau des angedachten neuen Pumpspeichersees auf den Höhen oberhalb des jetzt geplanten Windparkstandorts.

Ihre Bürgerinitiative "Windkraft-freies-Grobbachtal"

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